Buchrezension: Ben

Kinderbuch Oliver Scherz
Aug 14 2017

Buchrezension: Ben

Buchrezension: Ben

Dieses Vorlese- oder Selbstlesebuch handelt von Ben, einem aufgeweckten Jungen, und seinen alltäglichen Abenteuern. 


Buchrezension: Ben

Autor: Oliver Scherz, illustriert von Annette Swoboda, Carlsen Verlag

Die Geschichte

Text am Buchrücken: „Ben ist Indianer, Nachtangler, Schatzsucher, U-Boot Fahrer und vieles mehr. Und sein bester Freund, die Schildkröte Sowa, ist immer an seiner Seite. Ob sie heimlich das Baumhaus von Bens großem Bruder für sich erobern, Fische vor der Pfanne retten oder mitten in der Nacht bei Opa Heimweh kriegen – zu zwei ist kein Abenteuer zu groß!“

Ben erlebt in diesem Buch in 10 Kapiteln auf 99 Seiten (klingt mehr, als es ist. Ich finde die Schrift recht groß und man hat es schnell durch gelesen) verschiedene Abenteuer, die dem Alltag der kindlichen Welt mit 6 Jahren entsprechen könnten (zumindest, wenn man Eltern hat, die sich nicht besonders um die Aufsichtspflicht kümmern).

Ben


Meine Gedanken zum Buch

Dieses Buch wird für Kinder zwischen 5- 8 Jahren empfohlen. Ich habe es auch meinem 4 Jährigen Sohn vorgelesen und auch er fand die Geschichten schon sehr spannend. Meine beiden Kinder (4 und 6 1/2) fanden das Buch toll und die Geschichten aufregend und mitreißend und haben sich jeden Tag auf ein neues Kapitel gefreut.

Grundsätzlich finde ich die meisten Geschichten entzückend und den Schreib- und Zeichenstil ansprechend. Die Geschichten sind schnell gelesen, verständlich und mitreißend formuliert.

Wir haben jedes Kapitel danach auch besprochen und diskutiert (was wir bei den meisten Büchern machen), was bei einigen der Inhalte die Brisanz heraus nehmen kann. Manche der Geschichten haben fragwürdige Anteile – im ersten Kapitel zum Beispiel ist Ben alleine zuhause und lässt sich ein Bad ein. Er vergisst das Wasser abzudrehen und geht hinunter zum Fluss, um sich noch Fische für die Badewanne zu angeln – und als er zurück kommt, steht das halbe Haus unter Wasser. Daraufhin nimmt der alle Handtücher, Bettdecken etc. und wirft alles, was er findet, auf die Überschwemmung, um das Wasser zu trocknen. Und als er gerade dabei ist, kommt plötzlich seine Mutter heim.
Diese Geschichte z.B. hat meinen Kindern unheimlich gut gefallen, weil sie gar nicht glauben konnten, dass jemand so viel Blödsinn macht und sie waren total aufgeregt, wie die Mutter nun reagieren würde. Gleichzeitig mussten wir aber natürlich diskutieren, dass man in dem Alter eigentlich weder alleine ein Bad nehmen darf, noch alleine zu einem Fluss gehen.

Auch andere Kapitel eigneten sich sehr gut, um gewisse Themen mit den Kindern grundsätzlich zu besprechen z.B. dass es blöd ist, mit Waffen zu spielen (und warum das so ist), dass Tiere kein Spielzeug sind, dass der Arztbesuch von Ben nicht so toll gelaufen ist etc.

Last but not least mussten wir auch das Indianer Thema diskutieren, dass in diesem Buch verwendet wird, da Ben sich gerne als Indianer verkleidet. Da Verkleidungen wie Indianer, Chinese oder zum Beispiel Zigeuner auch heute noch immer wieder findbar sind (egal ob in Büchern, zu Fasching, in Filmen etc.), obwohl ihr rassistischer und diskriminierender Hintergrund schon seit Jahren breit in der Öffentlichkeit diskutiert werden, war dieses Buch wieder einmal ein guter Anlass, um mit den Kindern darüber zu reden, warum man das eigentlich nicht machen sollte.

Buchrezension Kinderbuch Ben

Viel Spaß beim Lesen,

Lisa

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